Zinn - Nnachhaltiges Investment
Zinn - Nachhaltiges Investment

Zinn – Nachhaltiges Investment? Zinn wird ähnlich wie Kupfer notwendigerweise bei der Speicherung regenerativer Energien verwendet und benötigt.

Rohstoffe unter Betrachtung der Nachhaltigkeit auszuwählen, gestaltet sich prinzipiell als sehr schwierig bis unmöglich, soweit Kriterien wie Menschenrechte und/oder Umweltzerstörung beim Ab- oder Anbau der Rohstoffe mit betrachtet werden. Bei alleiniger deratiger Sichtweise würde man im Segment der Rohstoffe wohl wirklich keine Investitionsmöglichkeiten finden. Sinn macht es aber sicher eine Selektion aus einer anderen Sichtweise durchzuführen: Rohstoffe auf Ihre Nachhaltigkeit bei der Verwendung zu überprüfen und dann in die Rohstoffe zu investieren, welche wenigstens einer nachhaltigen Perspektive nicht schaden oder besser einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigeren Entwicklung leisten. Andererseits macht es dann Sinn auf Rohstoffe zu verzichten, die einen Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit verhindern oder zumindest erschweren.

Zu Bedenken und sicher Fragwürdig bei allen Investitionen in physische Rohstoffe z.B. in Form von ETFs ist, dass die Nachfrage damit erhöht wird, aber die Rohstoffe dem Markt tatsächlich durch Hortung und Lagerung entzogen werden und damit auch einen unnatürlichen negativen Einfluss auf die Preisbildung haben.

Die beste, umfangreichste und professionellste Studie hierzu ist sicher „Spekulation im Schatten – Nachhaltigkeit und Investitionen in Rohstoffe“ des Südwind Instituts verfasst von Antje Schneeweiß. Diese herausragende Arbeit können Sie hier downloaden oder direkt neben einer Vielzahl weiterer sehr lesenswerter Recherchen direkt beim Südwind Institut ansehen.

 

Zinn
Zinn als nachhaltiges Investment? Das silberweiß glänzende und sehr weiche Schwermetall lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Zinn hat einen für Metalle sehr niedrigen Schmelzpunkt. Man kann über ein ETF direkt in den Rohstoff investieren. Eine Investition in Fonds (ETFs) deren Wert oder Bonität durch die physische Lagerung gedeckt ist, kann auch kritisch betrachtet werden. So argumentieren Kritiker das durch die Lagerung das Metal dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird.
Historie

Seit wann das Metall Zinn bekannt ist, ist noch umstritten. Unbestätigte Datierungen reichen von 3600 BC auf dem Balkan bis 3000 v.Chr. in Anatolien und Südkaukasus. Im südtürkischen Taurusgebirge, wo auch Zinnerz abgebaut worden sein könnte, wurden das Bergwerk Kestel und die Verarbeitungsstätte Göltepe entdeckt und auf etwa 3000 v. Chr. datiert. Ob es sich hier um die Quelle des großen vorderasiatischen Zinnverbrauches handelte, bleibt vorläufig offen.

Durch die Legierung Bronze, deren Bestandteile Kupfer und Zinn sind, gelangte es zu größerer Bedeutung (Bronzezeit). Seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. wurde Zinn in Mittelasien an der Route der späteren Seidenstraße nachweislich in größerem Maße in Bergwerken abgebaut. Ab etwa 1800 v. Chr. (Shang-Dynastie) ist Zinn in China bekannt. Bereits früher dürfte es in den eigentlichen asiatischen Lagerstätten in Yunnan und auf der Halbinsel Malakka bekannt gewesen sein. Auch in einem ägyptischen Grabmal aus der 18. Dynastie (um 1500 v. Chr.) wurden Gegenstände aus Zinn gefunden.

Der römische Schriftsteller Plinius nannte Zinn plumbum album („weißes Blei“); Blei hingegen war plumbum nigrum („schwarzes Blei“). Die hohe Nachfrage nach dem in der Alchemie dem Jupiter zugeordneten Zinn wird sogar als ein Grund für die römische Besetzung Britanniens angeführt. In der südwestlichen Region Cornwall wurde vor 2100 v. Chr. bis 1998 Zinnerz gefördert, in der Antike ein wichtiger Zinnlieferant des Mittelmeerraums und bis ins späte 19. Jahrhundert n. Chr. der größte der Welt.

Lange nachdem Bronze durch Eisen verdrängt worden war (Eisenzeit), erlangte Zinn Mitte des 19. Jahrhunderts durch die industrielle Herstellung von Weißblech von neuem große Bedeutung.

Vorkommen

Die bedeutendste Fördernation für Zinn ist China, gefolgt von Indonesien und Peru. In Europa ist Portugal der größte Produzent, wo es als Beiprodukt der VHMS Lagerstätte Neves Corvo gefördert wird.

Kassiterit wurde von der US-Amerikanischen Börsenaufsicht SEC als so genanntes „conflict mineral“ eingestuft, dessen Verwendung für Unternehmen gegenüber der SEC berichtspflichtig ist. Als Grund hierfür werden die Produktionsorte im Osten des Kongo angeführt, die von Rebellen kontrolliert werden und so im Verdacht stehen, bewaffnete Konflikte mitzufinanzieren.

Die Staaten mit der größten Zinn-Förderung weltweit
(2009 und 2011) sowie geschätzte Reserven (2011)
Rang
2011
Land Fördermenge
2009 (in t)
Fördermenge
Anteil 2009
Fördermenge
2011 (in t)
Fördermenge
Anteil 2011
Reserven 2011
(in t)
1 Volksrepublik China Volksrepublik China 115.000 37 % 120.000 46 % 1.500.000
2 Indonesien Indonesien 100.000 33 % 51.000 19 % 800.000
3 Peru Peru 38.000 12 % 34.600 13 % 310.000
4 Bolivien Bolivien 16.000 5,2 % 20.700 7,9 % 400.000
5 Brasilien Brasilien 12.000 3,9 % 12.000 4,6 % 590.000
6 Australien Australien 2.000 0,7 % 8.000 3,0 % 180.000
7 Vietnam Vietnam 3.500 1,1 % 6.000 2,3 % /
8 Demokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo 12.000 3,9 % 5.700 2,2 % /
9 Malaysia Malaysia 2.000 0,7 % 2.000 0,8 % 250.000
10 Russland Russland 2.000 0,7 % 1.000 0,4 % 350.000
11 Portugal Portugal 100 0,03 % 100 0,04 % 70.000
12 Thailand Thailand 100 0,03 % 100 0,04 % 170.000
Andere 4.000 1,3 % 2.000 0,8 % 180.000
Summe 306.700 100 % 263.200 100 % 5.570.000
Verwendung

Der Jahresweltverbrauch an Zinn liegt bei etwa 300.000 t. Davon werden etwa 35 % für Lote, etwa 30 % für Weißblech und etwa 30 % für Chemikalien und Pigmente eingesetzt. Durch die Umstellung der Zinn-Blei-Lote auf bleifreie Lote mit Zinnanteilen > 95 % wird der jährliche Bedarf um etwa 10 % wachsen. Die Weltmarktpreise steigen in den letzten Jahren kontinuierlich. So wurden an der LME (London Metal Exchange) 2003 noch etwa 5000 US-Dollar pro Tonne bezahlt, im Mai 2008 jedoch bereits mehr als 24.000 US-Dollar pro Tonne. Die zehn größten Zinnverbraucher (2003) weltweit sind nach China auf Platz 1 die Länder USA, Japan, Deutschland, übriges Europa, Korea, übriges Asien, Taiwan, Großbritannien und Frankreich.

Als Legierungsbestandteil wird Zinn vielfältig verwendet, mit Kupfer zu Bronze oder anderen Werkstoffen legiert. Nordisches Gold, die Legierung der goldfarbigen Euromünzen, beinhaltet unter anderem 1 % Zinn.

Als Bestandteil von Metall-Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt ist es unersetzlich. Weichlot (sogenanntes Lötzinn) zur Verbindung elektronischer Bauteile (beispielsweise auf Leiterplatten) wird mit Blei und anderen Metallen in geringerem Anteil legiert. Die Mischung schmilzt bei etwa 183 °C. Seit Juli 2006 darf jedoch kein bleihaltiges Lötzinn in elektronischen Geräten mehr verwendet werden, man setzt nun bleifreie Zinnlegierungen mit Kupfer und Silber ein.

Da man aber diesen Legierungen nicht traut (Zinnpest und „Tin whiskers“), ist bei der Fertigung elektronischer Baugruppen für Medizintechnik, Sicherheitstechnik, Messgeräte, Luft- u. Raumfahrt sowie für militärische/polizeiliche Verwendung der Einsatz bleifreien Lotes nicht zulässig.

Hochreine Zinn-Einkristalle eignen sich auch zur Herstellung von elektronischen Bauteilen.

In der Floatglasherstellung schwimmt die zähflüssige Glasmasse bis zur Erstarrung auf einer spiegelglatten flüssigen Zinnschmelze.

Zinnverbindungen werden dem Kunststoff PVC als Stabilisatoren beigemischt. Tributylzinn dient als sog. Antifouling-Zusatz in Anstrichstoffen für Schiffe und verhindert den Bewuchs der Schiffskörper, es ist mittlerweile jedoch umstritten und weitgehend verboten.

In Form einer transparenten Zinnoxid-Indiumoxid-Verbindung ist es elektrischer Leiter in Anzeigegeräten wie LC-Displays. Das reine, weiße, nicht sehr harte Zinndioxid besitzt eine hohe Lichtbrechung und wird im optischen Bereich und als mildes Poliermittel eingesetzt. In der Dentaltechnik wird Zinn auch als Bestandteil von Amalgamen zur Zahnfüllung eingesetzt. Die sehr toxischen organischen Zinnverbindungen finden als Fungizide oder Desinfektionsmittel Verwendung.

Zinn wird anstelle von Blei auch zum Bleigießen verwendet. Stannum metallicum („metallisches Zinn“) findet auch bei der Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln sowie als Bandwurmgegenmittel Verwendung.

Unter der Bezeichnung Argentin wurde Zinnpulver früher zur Herstellung von unechtem Silberpapier und unechter Silberfolie verwendet.

Weißblech ist verzinntes Eisenblech, es wird beispielsweise für Konservendosen oder Backformen verwendet. Tin, das englische Wort für Zinn, ist gleichzeitig ein englisches Wort für Dose bzw. Konservenbüchse.

Zu dünner Folie gewalzt nennt man es auch Stanniol, das beispielsweise für Lametta Verwendung findet. Jedoch ist Zinn im 20. Jahrhundert durch das viel preiswertere Aluminium verdrängt worden. Bei manchen Farbtuben und Weinflaschenverschlüssen findet Zinn ebenfalls Verwendung.

Zinn wird in der EUV-Lithografie zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen („Chips“) – als notwendiger Bestandteil bei der Erzeugung von EUV-Strahlung durch Zinn-Plasma – eingesetzt.

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