Rhodium - Nachhaltiges Investment
Rhodium - Nachhaltiges Investment

Rhodium – Nachhaltiges Investment

Platin, Palladium und Rhodium haben gemeinsam, dass sie wesentlich zur Erzeugung von Autokatalysatoren (30-50% des geförderten Materials) und anderen notwendigen Technologien zur Energiewende eingesetzt werden und als unverzichtbar gelten.

Rohstoffe unter Betrachtung der Nachhaltigkeit auszuwählen, gestaltet sich prinzipiell als sehr schwierig bis unmöglich, soweit Kriterien wie Menschenrechte und/oder Umweltzerstörung beim Ab- oder Anbau der Rohstoffe mit betrachtet werden. Bei alleiniger deratiger Sichtweise würde man im Segment der Rohstoffe wohl wirklich keine Investitionsmöglichkeiten finden. Sinn macht es aber sicher eine Selektion aus einer anderen Sichtweise durchzuführen: Rohstoffe auf Ihre Nachhaltigkeit bei der Verwendung zu überprüfen und dann in die Rohstoffe zu investieren, welche wenigstens einer nachhaltigen Perspektive nicht schaden oder besser einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigeren Entwicklung leisten. Andererseits macht es dann Sinn auf Rohstoffe zu verzichten, die einen Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit verhindern oder zumindest erschweren.

Zu Bedenken und sicher Fragwürdig bei allen Investitionen in physische Rohstoffe z.B. in Form von ETFs ist, dass die Nachfrage damit erhöht wird, aber die Rohstoffe dem Markt tatsächlich durch Hortung und Lagerung entzogen werden und damit auch einen unnatürlichen negativen Einfluss auf die Preisbildung haben.

Die beste, umfangreichste und professionellste Studie hierzu ist sicher „Spekulation im Schatten – Nachhaltigkeit und Investitionen in Rohstoffe“ des Südwind Instituts verfasst von Antje Schneeweiß. Diese herausragende Arbeit können Sie hier downloaden oder direkt neben einer Vielzahl weiterer sehr lesenswerter Recherchen direkt beim Südwind Institut ansehen.

Rhodium

Rhodium als nachhaltiges Investment? Rhodium ist ein silberweißes, hartes, unreaktives Übergangsmetall. Rhodium besitzt große Ähnlichkeit zu anderen Platinmetallen wie Platin oder Palladium. Dies betrifft beispielsweise die für Edelmetalle charakteristische geringe Reaktivität und eine hohe katalytische Aktivität.

Rhodium wird daher, oft in Form von Legierungen, vorwiegend als Katalysator eingesetzt. Als wichtiger Bestandteil von Fahrzeugkatalysatoren wird es zur Reduktion von Stickoxiden eingesetzt. Auch in industriellen Prozessen zur Herstellung einiger chemischen Grundstoffe, wie dem Ostwald-Verfahren zur Salpetersäure-Produktion, werden Rhodiumkatalysatoren genutzt. Da das Metall in der Natur sehr selten vorkommt und gleichzeitig eine breite Anwendung findet, zählt es zu den teuersten Metallen überhaupt.

Seit Edelmetalle wieder international in den Fokus von Finanzanlegern gekommen sind, gibt es auch physische Rhodium-Anlageprodukte. Aufgrund des späteren Einsatzes in der Industrie nach dem Rückkauf wird Rhodium meist in Pulverform angeboten. Seit 2012 ist Anlage-Rhodium auch in Barren-Form erhältlich.

Historie

Rhodium wurde 1803 von William Hyde Wollaston in einem aus Südamerika stammenden Rohplatinerz entdeckt. Im gleichen Erz wurden von Wollaston und Smithson Tennant drei weitere Platinmetalle, Palladium, Iridium und Osmium, entdeckt. Dazu lösten sie das Erz zunächst in Königswasser. Es bildete sich eine lösliche Fraktion und ein schwarzer Rückstand, in dem Tennant Osmium und Iridium fand. Wollaston fällte aus der Königswasserlösung Rhodium und einige weitere Bestandteile mit Zinkpulver. Nach der Abtrennung von Kupfer und Blei mit verdünnter Salpetersäure, erneutem Lösen in Königswasser und Zugabe von Natriumchlorid bildete sich Na3[RhCl6] · n H2O, das beim Verdunsten der Flüssigkeit als rosarotes Salz zurückblieb. Aus diesem konnte Wollaston durch Extraktion mit Ethanol und Reduktion mit Zink das elementare Rhodium gewinnen. Der Name wurde von Wollaston nach dem griechischen ῥόδεος rhodeos („rosenrot“) gewählt, da viele Rhodiumverbindungen diese Farbe zeigen.

Die erste Anwendung des neuen Metalls war ab 1820 Spitzen von Schreibfedern, für die Rhodium-Zinn-Legierungen eingesetzt wurden. Diese wurden später jedoch durch härtere Osmium-Iridium-Legierungen abgelöst.

Vorkommen

Rhodium ist nach Rhenium zusammen mit Ruthenium und Iridium eines der seltensten nicht radioaktiven Metalle in der kontinentalen Erdkruste. Rhodium kommt in der Natur gediegen vor und ist daher als eigenständiges Mineral anerkannt. Fundorte sind unter anderem die Typlokalität Stillwater in Montana und Goodnews Bay in Alaska. Rhodium ist unter anderem mit anderen Platinmetallen und Gold vergesellschaftet.

Neben dem elementaren Rhodium sind auch einige Rhodiumminerale wie Bowieit, Genkinit oder Miassit bekannt. Diese sind jedoch wie das elementare Rhodium sehr selten und spielen für die Gewinnung keine Rolle. Die wichtigsten Vorkommen des Elements liegen in sulfidischen Nickel-Kupfer-Erzen, die vor allem in Südafrika, Sudbury (Kanada) und Sibirien vorkommen. Auch in mexikanischen Goldlagerstätten kommt Rhodium in nennenswerter Menge vor. Rhodium fällt zusammen mit den anderen Platinmetallen beim Verarbeiten dieser Erze an und muss anschließend von diesen getrennt werden.

Verwendung

Wie andere Platinmetalle wirkt Rhodium in vielen Prozessen katalytisch. Sowohl das Metall, als auch seine Verbindungen und Legierungen mit anderen Platinmetallen werden daher dementsprechend eingesetzt. Daneben existieren weitere rhodiumspezifische Anwendungsmöglichkeiten, die Verwendung ist jedoch durch den hohen Preis begrenzt.

Die wichtigsten Anwendungsbereiche des Rhodiums sind Fahrzeugkatalysatoren. Es dient darin als Katalysator zur Reduktion von Stickstoffmonoxid zu elementarem Stickstoff. Würde stattdessen Platin oder Palladium eingesetzt, würden verstärkt Ammoniak und Distickstoffmonoxid entstehen.

Ein Teil des Rhodiums wird in Katalysatoren zur Salpetersäureherstellung verwendet. Im sogenannten Ostwald-Verfahren werden zur katalytischen Ammoniakverbrennung zu Stickstoffmonoxid Netze eingesetzt, die aus einer Platin-Rhodiumlegierung mit etwa 10 % Rhodium bestehen. Durch den Einsatz von Rhodium erhöht sich die Haltbarkeit und Ausbeute im Vergleich zu reinem Platin. Auch im Andrussow-Verfahren zur Blausäure-Herstellung wird eine Rhodium-Platin-Legierung als Katalysator eingesetzt.

Metallisches Rhodium kann als Beschichtung eingesetzt werden. Mit Rhodium beschichtete Flächen besitzen ein hohes Reflexionsvermögen und sind daher als hochwertige Spiegel geeignet. Gleichzeitig sind diese Beschichtungen sehr hart und chemisch stabil. Auch als Überzug für Schmuck, Brillengestelle oder Uhren wird Rhodium verwendet. Es verhindert das Anlaufen des verwendeten Metalls. Dies ist vor allem bei Schmuck aus Silber oder Weißgold wichtig. Der Vorgang des Überziehens wird Rhodinieren genannt.

Weitere mögliche Anwendungen sind hochbeanspruchte Laborgeräte, Heizspiralen oder Thermoelemente, die aus Platin-Rhodium-Legierungen gefertigt werden.

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